Startseite
Stammbaum
Personen
Adressen
Familienbilder
Briefe



Zuletzt bearbeitet
10.05.2005
 


Karl Rzychon

 *13.06.1910 Gleiwitz
+5.3.1973 Bad Godesberg

Sohn von Rosalie Wenger und Josef Rzychon.


25. Mai 1933

Karl Rzychon lernte wie sein Vater Kesselschmied und arbeitete bei der Reichsbahn als Heizer in der Lokomotive. Später wurde Lokführer, dann Oberlokführer. Am 25. Mai 1933 heiratete er Amalie Sowada (s. Familienbilder). Deren Vater Theodor Adalbert Sowada war ebenfalls Lokführer bei der Reichsbahn. Mit Amalie Sowada hat Karl Rzychon vier Kinder: Werner, Erhard, Helga-Maria und Wolfgang.


Ausbildung bei der Wehrmacht, Oppeln 1936 (Bild groß), Karl: Vierter von rechts


Karl Rzychon 1936


Bild groß


Karl Rzychon bei einer Reserveübung, wahrscheinlich ca. 1940


Bild aus dem Besitz von Karl Rzychon. Er selbst könnte möglicherweise rechts mit der Schaufel zu sehen (unklar, da die abgebildete Person ziemlich klein zu sein scheint, kleiner als Karl Rzychon war). Aufnahmeort und Datum unbekannt.
 

Während des Krieges ist Karl als Lokführer tätig und fährt Nachschub an die Ostfront. Kurz vor dem Einmarsch der Russen in Gleiwitz kann er seine Familie mit einem Sonderzug für Eisenbahngehörige aus Oberschlesien in Richtung Dresden schaffen. Der Zug ist eine Woche unterwegs, die Familie hat in dem Zug ein Abteil belegt, die Kinder schlafen in den Gepäcknetzen.


Karl und Amalie

Wegen Überfüllung der Stadt Dresden mit Flüchtlingen wird der Zug nach Zwickau umgeleitet. wo die Familie zunächst unterkommt, dann aber ausgebombt wird. Karl muss unterdessen weiter als Lokführer arbeiten. Die Familie kehrt nach Zwickau zurück, während Karl in Berlin in einem Wohnwagen für Eisenbahner lebt. 1954 verliert die Familie zum zweiten Mal bei der Überschwemmung der Mulde ihren gesamte Besitz.



Im Jahr 1954 (Bau der Mauer 1961) übersiedelt die Familie mit Hilfe der Freundin von Amalie Helene Leppich nach Bad Godesberg, heute Bonn-Bad Godesberg. Dorthin war zunächst die Tochter Helga-Maria gegangen und machte eine Ausbildung. Im gleichen Jahr folgte der Rest der Familie kurz entschlossen und stand eines Tages bei der Tochter an der Haustür.

Karl arbeite nach der Übersiedlung als Fabrikarbeiter in verschiedenen Anstellungen, die er aus Unzufriedenheit und wegen Krankheit häufig wechselte. Nach etwa einem Jahr Wartezeit wurde er in den Dienst der Bundesbahn übernommen und machte dort eine Umschulung auf die E-Lok. Diese Umstellung auf die neue Technik schaffte Karl Rzychon jedoch nicht und hatte nach der Umschulung Angst, E-Loks zu führen. Er wurde krank und schließlich als Frührentner entlassen (1961-62?).


Gruppenbild einer Umschulung auf E-Lok, Nürnberg, 1959, Karl Rzychon, zweite Reihe, z.v.r.
(Bild groß)


Karl Rzychon, 1959


Karl Rzychon und Enkel André Schulz Foto groß


Karl Rzychon ca. 1967


Karl und Enkel Bernhard


Karl Rzychon, ca. 1970

Im März, zum Karneval, 1973 wurde Karl Rzychon wegen einer Krankheit (Leber?) ins Krankenhaus eingeliefert. Dort stirbt er am´5.März. 1973, dem Rosenmontag, unerwartet an einem Herzinfarkt.